Mittwoch, 4. März 2015

GEDAMPFTES TOFU MAMANGOT


Hört sich spannend an!
Gesucht hatte ich nach einer mal etwas anderen als meiner üblichen Tofuzubereitung und gefunden habe ich dann diese indonesische TofuSpezialität von der Insel Madura.
Mamangot ist gedämpfter Tofu mit Garnelen in cremiger Kokossauce mit vielen Gewürzen.

Zutaten:
  • 200 g Tofu
  • 1 Ei
  • 25 g Kokosflocken
  • 25 ml Fischsauce
  • 100 g Garnelen
  • je 1 TL Cardamom/ japanisches Chilipulver/ Koriander/ Kreuzkümmel/ Salz
Alles mit dem Zauberstab pürieren und in eine mit Sesamöl gefettete Silikonform geben (mangels Bambusdämpfer). 

Dann geschlossen im Ofen bei 200 Grad 35 Minuten lang "dämpfen".
Lässt sich einigermaßen verlustfrei herausstürzen.
 

Dazu gibt's ein AnanasSpinatCurry mit Kochzivilistencurrypulver, Curcuma, Sojasauce, Koriander und Gomasio.
Mamangot 
auf
AnanasSpinatCurry

Das ist wahrlich mal eine gute Entdeckung gewesen!!
Zwar weder vegetarisch geschweige denn vegan, aber so schmeckt Tofu!
Würzig, fischig, cremig, ein bisschen scharf....alles dabei.

Montag, 2. März 2015

LABSKAUS VEGETARISCH, ABER NICHT VEGAN

Hier und hier und hier und bestimmt auch noch ganz viel öfter gab's das schon, das Labskaus aus "Deutschland vegetarisch".
Ich mag ja Rote Bete sehr gerne, echtes Labskaus habe ich allerdings noch nie probiert....fang ich halt erst mal mit der vegetarischen Version an, um mich langsam ran zu tasten an den Geschmack.

Mal wieder, ich kann's nicht lassen, habe ich ein paar Variationen zum Originalrezept eingebaut.

Meine Version:
  • 1 große Süßkartoffel
  • 1 dicke Rote Bete
  • 50 ml heiße Gemüsebrühe
  • 50 ml Senfgurkensud
  • 2 EL Senfgurken
  • 1 EL Kapern
  • Salz, Pfeffer
  • 1 Zwiebel
  • 1 EL mildes Öl
  • etwas Zucker
  • Petersilie
  • 1 Ei
  • Senfgurken als Deko
Topping (von dieser Version inspiriert):
  • Gomasio
  • geröstete weiße und schwarze Sesamsaat
Zunächst Kartoffel und Rote Bete in Alufolie gewickelt im Backofen bei 200 Grad ca. 60 min backen, die Bete etwas länger.
Im Ofen gebacken wird das Gemüse viel aromatischer als gekocht, finde ich.

Dann die Kartoffel schälen und zusammen mit den Senfgurken, der heißen Gemüsebrühe und dem Gurkenwasser zerstampfen. Mit Salz und Pfeffer kräftig abschmecken und bei 70°C zugedeckt im Backofen warmhalten.

Rote Bete ebenfalls schälen und in der Küchenmaschine dann fein hacken.Ordentlich mit Salz und Pfeffer abschmecken, dann unter den Kartoffelstampf mengen und alles wieder warm stellen.

Jetzt die Zwiebel fein würfeln und in 1 EL Öl goldbraun anbraten. Petersilie zu den Zwiebeln geben. Noch kurz weiter braten, dann mit Salz, Pfeffer und Zucker würzen. Ebenfalls warmstellen.

Nun etwas Öl in einer großen Pfanne erhitzen und das Spiegelei braten.

Zum Servieren das Kartoffel-RoteBete-Pürée noch mit den Kapern vermischen und zusammen mit ein paar Senfgurken und dem Spiegelei auf dem Teller anrichten, mit den Petersilien-Zwiebeln und dem Topping garrnieren und verspeisen.
 Labskaus mit Spiegelei
Sehr gute Kombination!
Die süßliche Kartoffel mit der erdigen Bete und dem cremigen Ei und dem crunchigen Topping und den würzigen Zwiebeln....passt prima zusammen.
Jetzt muss ich halt noch mal die nichtvegetarische Labskausversion probieren, um sagen zu können, was ich lieber mag....

Sonntag, 1. März 2015

KÜRBISSTAMPF UND ROTWEINSCHALOTTEN

Fotogen ist was anderes, aber schmecken tut's.
Und nur das zählt hier.
Einer der letzten Hokkaidokürbisse wurde weichgekocht und mit Ras el Hanout, Kardamom und Kreuzkümmel zerstampft.
Dazu gab es geniale Rotweinschalotten.
Kürbisstampf
mit 
Rotweinschalotten
Was ich wirklich vermissen werde, wenn es Frühling wird, ist der Kürbis.....

FRÜHLINGSEIS

Es ist der 1. März.
Frühlingsanfang.
Zumindest meteorologischer.
Gefühlt ist das Wetter ja eher zum auf dem Sofa einmummeln.
Aber helfen tut das auch nicht.
Dann lieber runter in die Stadt und das erste Eis des Jahres genießen.
 Die Hände sind zwar eingefroren, aber immerhin schmilzt das Eis nicht so schnell wie im Sommer.
Jetzt darf es aber gerne auch phänologisch Frühling werden :-D

Freitag, 27. Februar 2015

BALKAN PIZZAFREITAG

Mise en Place für den Pizzafreitag!
Es wird nämlich mal wieder höchste Zeit für die Freitagspizza, die letzte gab es ja aushäusig.
  • Bulgarischer Fetakäse
  • MangalicaSalami
  • Rote Paprika
  • Zwiebeln
  • scharfe KnoblauchTomatensauce
Mit dem Teig habe ich's leicht, von der letzten Pizzaaktion mit dem original italienischen Pizzamehl war noch etwas im Tiefkühler.Auch aufgetaut und kurz durchgeknetet ist der Teig immer noch wunderbar elastisch und gehfreudig.
Sieben Minuten später nach 250 Grad auf dem Pizzastein:

Scharfe PaprikaSalamiFetaPizza

Schmeckt!
Scharf, aber nicht zu scharf, würzig, käsig, zufrieden.

Mittwoch, 25. Februar 2015

DIE LETZTEN ORANGEN

Es sind nur noch wenige Orangen in der sizilianischen Kiste.
Wirklich schade.
Aber andererseits heißt das ja auch, dass es bald Frühling wird!
Aus einer der Letzten wurde ein schöner bunter Salat:
  • Pflücksalat
  • Orange
  • Büffelmozzarella
  • geröstete Pinienkerne
  • Berberitzen
  • Orangenschale
  • Basilikum
  • ligurisches Olivenöl und Balsamico
  • Salz, Pfeffer, Vanille
MozzarellaOrangenSalat
Und wenn man nur schnell das Foto macht, sich dann gleich über den Salat hermacht, ohne das Bild zu kontrollieren, bemerkt man auch nicht, dass die Fotolinse total verschmiert ist.
Professionell geht anders.
Aber der Salat hat geschmeckt :-)

Sonntag, 22. Februar 2015

SCHNELLES SONNTAGSSÜSS

Fauler Sonntag.
Keine Lust, raus zu gehen.
Aber Lust auf Kuchen.
Und außerdem muss ich meine neulich beim Möbelschweden erworbene Silikonbackform mal ausprobieren.
Ich stöbere etwas im Netz und bleibe doch wieder bei meinem Lieblingskuchen hängen.

Ich verrühre:
  • 100g flüssige Butter
  • 70g Zucker
  • 20g Kakao
  • 150g Dinkelmehl
  • 2TL Backpulver
Die Hälfte kommt auf den Boden der Form.
Darauf fülle ich folgendes:
  • 200g Quark 
  • gemahlene Vanille
  • 1EL Vanillepuddingpulver
  • 50g Zucker
  • 1 Ei
Und den Abschluss bildet der restliche darüber gezupfte Teigboden.

25 Minuten und 180°C später gibt es warmen SchokoladenQuarkkuchen.
MiniRussischerZupfkuchen
 
Man sollte öfter warmen Schokoladenkuchen haben.
Das macht glücklich.

Samstag, 21. Februar 2015

GENUSSBLOGGERTREFFEN IM FEBRUAR

Fasching ist vorüber, jetzt beginnt die Fastenzeit.
Mäßigung und Verzicht ist angesagt.
Unser Februarstammtisch findet trotzdem statt.
Doch wenn wir uns auch gestern etwas gemäßigt haben, auf eines verzichten wir nicht: Genuss und Qualität.
So hatten wir einen wunderschönen Abend in einer netten Runde und mit sehr guten, aber eben etwas reduzierten Speisen.
Kann allerdings auch sein, dass es nicht nur an der Fastenzeit lag, sondern auch daran, dass Cheffe Enio Urlaub hatte.
Ohne vorherige Absprache mit uns....ts.
Aber es sei ihm gegönnt und wir wünschen gute Erholung.
Die Familie hat sich aber sehr um uns bemüht, vor allem La Mamma, aber dazu kommen wir noch.
Neu war, dass wir uns selbstständig etwas aus dem reichhaltigen Angebot aussuchen durften.
War aber kein Problem, wir waren uns überraschend einig.

Jetzt gibt es erst mal Antipasti.
Vitello Tonnato/ RinderCarpaccio/ 
Grillgemüse/ ZITRONE (eine)/ 
Frittata/ Parmigiana di Melanzana

Und dazu haben wir mal einen Pizzazwischengang eingelegt!
Auch nicht schlecht.
Pizza Bianca Provolone 
con Salsiccia/ Funghi/ Pomodoro

Und dann kam La Mamma!
Mit einer apulischen Spezialität, die wir unbedingt probieren sollten.

Focaccia tipica pugliese

Super lecker!
Diese Zwiebelmarmelade mit den Oliven, mit der die Focaccia gefüllt war, war genau richtig scharf und sehr würzig.
Hat mir sehr gut geschmeckt.
Und übrigens war das Brot im oberen Bild selbstverständlich ein Versehen ;-)
Natürlich gab es auch das:
Trombini mit Salsa verde
Und damit uns die Wahl des Hauptgangs leichter fiel, hat La Mamma auf dringenden Wunsch noch eine weitere Portion ihrer Focaccia hervogeholt.
Beim Hauptgang gab es einmal unverträglichkeitsbedingt eine ordentliche Portion ZiegenricottaTortellaci und für den Rest ein Ragout vom Wildschwein mit ein paar Beilagen.
Ragout di Cinghiale
mit
PilzRavioli
Parmesangratinierter Fenchel
Ratatouille
Diesmal war es genau richtig, von der Menge her.
Man hat sich nicht so extrem überfuttert aber der Genuss und vor allem die Vielfalt waren da wie gewohnt.
Espresso gehört dazu.
Und Grappa sowieso.
Wobei das eine andere Sorte gewesen sein muss, als bei Cheffe Enio sonst immer.....hat etwas im Hals gekratzt ;-)
Witzig war, dass La Mamma nach Espresso und Grappa mit der Nachricht aus der Küche kam, der Koch hätte gerade noch ein wunderbares Risotto gekocht, dass wir doch auch noch unbedingt probieren sollten!
Das mussten wir allerdings ablehnen, inzwischen war das Sättigungsgefühl doch eingetreten.
Beim nächsten Mal gern!

Also auch in der Fastenzeit gilt: Genussbloggerstammtische sind immer gut!

Mittwoch, 18. Februar 2015

ASCHERMITTWOCHSFISCH UND KÄSE

Nachdem es schon heute mittag in der UniMensa den AschermittwochsMatjes gab, war ich für's Abendessen etwas unschlüssig.
MatjesHausfrauenart
mit
Kartoffeln

Übrigens wirklich gut, das Mensaessen.
Man darf nur keine Scheu haben, von Resopaltabletts zu speisen.

Jedenfalls habe ich dann abends mal in den Kühlschrank geschaut und das gefunden:
Ein hervorragender Ziegenkäse, den ich mir letzte Woche auf dem Spezialitätenmarktkäsestand mitgenommen hatte.
Und es war noch ein Stück Butternut da....also habe ich den Kürbis angebraten, mit Kräutern der Provence, Salz und Pfeffer gewürzt, in eine Auflaufform geschichtet, eine gestückelte sizilianische Orange dazugetan und den Ziegenkäse drübergebröckelt.
Kurz im Ofen gratiniert und dann:
ButternutOrangenGratin
mit
Bouchon Charentais

Ich hatte ja eigentlich wenig Hunger nach dem üppigen Sahnefisch....aber diese Kombination war einfach genial, ich habe mich mal wieder überfuttert :-/
Und das gleich am ersten Tag der Fastenzeit.

Dienstag, 17. Februar 2015

ZUGESTÄNDNIS AN DEN FASCHING

Schnell noch mal, bevor der Fasching für heuer durch ist, muss es das traditionelles Faschingsgericht geben:
Ofenkrapfen.
Mein einziges Zugeständnis an den Fasching sind bekanntlich Krapfen.
Die tägliche Dosis Krapfen ist ein Muss.
Allerdings ist nur eine Füllung möglich: Hiffenmark.
Schließlich sind wir hier in Unterfranken!

Heute, am Faschingsdienstag, zum Abschluss der Faschingszeit gibt es dann traditionell die selbstgemachte Version nach diesem Rezept:

Zutaten für 5 Krapfen:
  • 250 g Dinkelmehl
  • 1 Prise Salz
  • 25 g Zucker
  • 1 Päckchen Trockenhefe
  • 1 verquirltes Ei
  • 150 ml lauwarme Milch
  • Hiffenmark
Anleitung:

Mehl und Salz in eine Schüssel sieben.
Zucker und Hefe gründlich unterheben.
In eine Mulde das verquirlte Ei geben.
Milch über die Mehlmischung geben.
Zu einem glatten Teig verarbeiten.
Den Teig auf einer leicht bemehlten, glatten Arbeitsfläche mit den Händen zu einem geschmeidigen, elastischen Teig verkneten (ca. 6 – 8 min.).
In fünf gleich große Kugeln aufteilen.
Backblech mit Backpapier auslegen. Krapfen darauf - zum Gehen mit Abstand – verteilen. Mit Frischhaltefolie ca. 40 min. ruhen lassen, bis sie die doppelte Größe erreicht haben.
Ofen auf 220 °C vorheizen.
12 – 15 min. backen, bis die Krapfen aufgegangen (theorethisch) und goldbraun sind.
Abkühlen lassen.
Dann feststellen: der Teig ist ja mal überhaupt nicht gescheit aufgegangen!!
Erst war er schon so klebrig, darum musste ich noch extra Mehl zugeben und auch nach den 40 Minuten Ruhezeit waren die Klopse nicht wesentlich größer.

Trotzdem jeden Krapfen mit einem feuchten Backpinsel einstreichen und in Puderzucker wenden.
Und dazu gibt es diesmal ein schnell angerührtes Sößchen aus Buttermilch, Vanilledessertpulver und echter gemahlener Vanille.
 
Und natürlich Hiffenmark!
Das mit dem Loch bohren und reinfüllen habe ich mir gespart, lieber die Teilchen schön mittig aufschneiden und dick mit Marmelade bestreichen.
Ofenkrapfen
mit 
Hiffenmark 
und Vanillesauce

Hm.
Geschmeckt haben die "Krapfen" trotzdem sehr gut. Sind halt etwas schwer.....dafür machen sie ganz schön lang satt ;-)
Keine Ahnung, an was das heuer lag....ich schieb's mal auf das ekligeWetter, das ist einfach nicht gut für Hefeteig.
Wird nächstes Jahr wieder probiert.
Und bis dahin kann ich ja auch ohne Fasching mal auf einen Kaufkrapfen zurückgreifen, schließlich weiß ich ja jetzt, wo es die besten gibt, die Testphase war lang genug.